Donnerstag, Oktober 29, 2009

Kurt hatte unrecht

... oder: Zum Wechsel des Bundeskabinetts

"Wahlen verändern nichts. Sonst wären sie verboten" Dieser Satz wird Kurt Tucholsky zu geschrieben. Er hatte unrecht! Vor allem, wenn man sich folgenden Screenshot anschaut.
Man möchte mit Peter Fox singen: "... alles glänzt... So schön neu!"
Ich habe am Freitag abend beim betrachten der "neuen-alten" Riege um Angie jedenfalls ´nen Lachflash gekriegt. Kontinuität? Sucht man vergeblich. Ok, Mrs Merkel ist noch Bundeskanzlerin und Annette und Ursula dürfen auch auf ihren Spielplätzen bleiben. Aber alle anderen? Dr. Wolfgang Schäuble macht jetzt in Finanzen. Klar, jemand der durch einen geschlossenen (!) Umschlag erkannt hat, dass man versuchte ihm 100.000 Deutsche Mark von einem Waffenschieber zu zuspielen, der gehört in dieses Ministerium... Damit ist man quasi überqualifiziert. Oder man geht zu "Wetten, dass...?!". "Wetten, dass ich eine beliebige Summe Geld durch den geschlossenen Umschlag nur durch Tasten auf den Euro genau erkenne?!..."

Herr zu Guttenberg macht jetzt in Flecktarn (vorher Bundesfinanzhansel Wirtschaftskaspar) und Onkel Jung (vorher Y-Reisen) kümmert sich nun um Arbeit&Soziales. ??? So was wie Sachkompetenz hat, glaube ich, selten über die Stellenbesetzung für Ministerien entschieden. Diesmal tritt es mehr als deutlich zu tage. Aber was das Volk (ich nicht!) gewählt hat, soll es bekommen... Ich "freue" mich auf die nächsten vier Jahre "Tiger-Enten-Koalition". Nach mehr sieht das gerade echt nicht aus. Oh wie schön ist Panama...

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: Das deutsche Volk erhält als Strafe für seine (Nicht-)Wahl vier Jahre ohne Bewährung. Bei fortgesetzter Dummheit kann es zu weiteren vier Jahren verurteilt werden.

Und ich reg´ mich gerade nur über die Personalpolitik auf! Von dem was die da in den Koalitionsverhandlungen noch so verzapft haben, rede ich ja gar nicht.

Mittwoch, Oktober 21, 2009

Sprechstunde

Ich lebe noch -stop- Ich habe seit 15.9. nen neuen Job -stop- Das ist ganz schön anstrengend - stop- und die Wochenenden kann man auch nicht gerade unausgefüllt nennen -stop- all die kleinen netten Bilder, mit denen ich meinen schönen aber hektischen alltag illustrieren wollte, krieg ich zur Zeit nicht von meiner kamera runter -stop- die hatte ich nämlich eigentlich zum bloggen geschossen... -stop- Auf bald in ruhigeren Fahrwassern -stop- und danke der vielen Nachfragen bezüglich meines Wohlbefindens! -stop-stop-

Freitag, August 28, 2009

Freakstock 2009

Wie ich unten schon angedeutet habe, war es auf dem Freakstock wirklich so: Welcome home stand in grossen Lettern am Eingang
(hier sollte ein Bild vom Banner sein, das mein Handy jetzt nicht mehr raus gibt...)und in den Herzen der vielen, vielen Menschen, die ich traf.

Nobbi hat das Festival sehr schön beschrieben. Cee danke ich für die Erwähnung des angeblich guten Schichtleiters. Ich möchte an dieser Stelle aber noch mal klar stellen, dass da noch 10 weitere grossartige Menschen über 6 Stunden jeden Tag das Mittagessen zubereitet haben. Beim Auf- und Abbau waren das auch mal 10-12h... :)
Es war vielleicht das beste Freakstock, dass ich seit langem erlebt habe. Vielleicht das beste? Ich weiss es nicht... Ich habe mit vielen Menschen geredet, sie (wieder-) getroffen oder sie kurz gesehen und `Hallo`gesagt. Wenn man ein Festival über eine Dekade (seit ´98 am Start) mit wenigen Pausen begleitet, lernt man schon den ein oder anderen kennen. Die Gespräche standen für mich diese Jahr im Vordergrund. Nicht, das ich nicht sonst auch gerne rede... Aber viele Gespräche erreichten eine Qualität und Intensität, die ich so nicht erwartet hatte. Habe sogar einige Konzerte deswegen verpasst... Die Menschen, die Stimmung, das Gelände, die Bands,... alles sehr, sehr stimmig. Ich will jetzt nicht "perfekt" schreiben, damit für ´s nächste Jahr noch Luft nach oben ist... :)
Es waren die vielen kleinen Sachen, Erlebnisse, Begegnungen die Freakstock (mal wieder) zu dem gemacht habe, was es ist. Das hier alles aufzuschreiben, würde den Rahmen sprengen.

Ich bin und war also rundum begeistert und freue mich auf das nächste Jahr! :)

Freitag, Juli 24, 2009

So Long, and Thanks for All the Fish

Nu ist Urlaub! Die Bewerbungen gehen morgen früh (endlich) raus. Danach fahre ich gen Kassel. SA Abend gibts dort ein Wiedersehen mit guten Freunden und ab Sonntag heißt es dann wieder: "WELCOME HOME"!

Es ist Freakstock-Aufbauzeit und ich bin (endlich) wieder dabei.
Als ich 2000 oder 2001 auf das FS kam - damals noch auf dem Boxberg bei Gotha - hing zwischen zwei Flaggenmasten ein Banner mit dem Spruch "Welcome Home". Und genau so war es JEDESMAL wenn ich auf das FS kam. Die Jesus Freaks haben nicht die leichtesten Jahre hinter sich. Es gab viele Umbrüche, viele Austritte aus der Bewegung, ein langes Konzil. Was Freakstock angeht, so wurde zumindest das Aussetzen des Festivals für ein oder zwei Jahre diskutiert. Auch wenn es jedesmal stressig war, ich meist übermüdet zurückkehrte und auf dem Festival schon mal einige Sachen RICHTIG schief liefen, ist es doch auch der Platz an dem ich mich (Achtung Susi! Paradoxon!) am wohlsten fühl(t)e. Ich bin dort mehr bei mir selbst.
Sowohl die Freaks als auch ihr Stock haben durchgehalten. Ein neues Gelände für Freakstock gibt es dieses Jahr. Ich bin mehr als gespannt, wie es wird. Aber es ist egal ob Boxberg oder Borgentreich. Egal ob Sonne oder Sturm. Es wird wieder heißen: "WELCOME HOME"! Freakstock ist kein Ort. Es ist ein Gefühl. Ein Eindruck. Etwas, das kurz bleibt und doch nachhaltig verändert. Oder: verändern kann, wenn man es zu lässt.
Und für alle Interessierten: unter www.freakstock.de gibts es noch Tickets, Anreiseinfos, etc. YOU are welcome!

Direkt im Anschluss fahre ich gen Süden, sammle meine Freundin auf und fahre mit ihr nach Südfrankreich. Und dann ist richtig Urlaub! Vive la France!

Ps: Aus dem oben geschriebenen folgt: hier ist Sendepause bis mindestens 17.08.09. :)

Freitag, Juli 17, 2009

Kurze Vorurlaubsimpressionen

Im Sommer 2008 hatte ich kurzfristig eine Zwischenmieterin. Und da man sich so gut verstand wart ein Gegenbesuch in NRW verabredet. Und nach einigen Terminverschiebungen wegen Klausuren (Mimi) und Examen (ich) hab ich es nun endlich nach Mönchengladbach/Oberhausen geschafft. Nach dem ich den Troß von der Klausur abholte (standesgemäß mit Sekt... viel Sekt...), wurde Abends beim Italiener in Krefeld weitergefeiert.
under the Treppe in Krefeld

Gestern gab es dann chillen und Essen im "Bunten Garten".
die textildesigerinnen meines vertrauens

Heute ziehen wir nach Oberhausen. Morgen geht es dann früh nach Hamburg. Der Examensball 2009 ruft...
Wie lautet die Parole? "Und ich bin dabei. Haaa, wat geiel!"

Donnerstag, Juli 02, 2009

Approbation und Ahmadinedschad

Um einer weiteren, vor "kurzem", gestellten Frage nachzukommen: Der Unterschied zwischen Arzt und Dr. med. liegt nicht nur in der etwas längeren schreibweise des letzteren. Soweit mir geläufig, darf ich mich Arzt nennen, nach dem ich gewisse Voraussetzungen erfüllt habe.
Der Unterschied zum Dr. med. liegt darin (ACHTUNG!) das man/frau dafür eine wissenschaftliche Arbeit abgeliefert haben muss. Das gilt übrigens für alle Akademiker. Die schimpfen sich dann halt nur anders... Dr. jur., Dr. hist.,... Ein Jurist ist halt auch kein Dr. jur. wenn er die Uni verlässt. Erst das forschen, verfassen und verteidigen einer Dissertation macht ihn zum Dr. jur.

Ich also vorgestern los zum LPA um meine Approbation zu beantragen. An der S-Bahnhaltestelle treffe ich ne Mitstudentin: "Hi! Na wie gehts? Auch gerade DA gewesen? Was machen die Bewerbungen? Wie ist die Erholung von dem ganzen Stress..." Was man sich kurz nach nem Examen halt so fragt. Während wir noch unsere Zukunftspläne erörtern, schlurft ein Mann an uns vorbei, den ich aus dem Augenwinkel sehe, sie aber nicht. Frisur, Visage, Bart und sogar der Anzug. Mahmud Ahmadineschad! Alles passte. Ich dachte ich hätte den vom Wächterrat zum Wahlsieger erklärten leibhaftig vor mir stehen... - Wäre ich George W. Bush junior würde ich ihn wahrscheinlich als den "Leibhaftigen" bezeichnen... - Meine Kinnlade fiel auf meinen Brustkorb aber fand auch schnell in ihre anatomisch sinnvolle Position zurück. "Nee, passt nicht. Ganz alleine. Ohne Atombombe auf dem Rücken und ohne eine Heerschar von Bodyguards?! Der würde doch nie alleine... Obwohl,... Nee." Manchmal spielt unser Gehirn uns aber auch streiche... :)

Montag, Juni 15, 2009

Von wegen Flachköpper

Da ja Juppi behauptete, dass ich nur noch am "Flachköppern" sei, hier der Mittschnitt meiner letzten grossen Erfolge im Turmspringen. Und falls du fragst, liebe Juppi, ich bin der in der blauen Badehose ;-)... ähh, wäre ich gerne.

Wenn ich gerade nicht an Turmspringmeisterschaften teilnehme, arbeite ich im Transplantationszentrum, feile an meinen Bewerbungen, Besuche kleine Neuankömmlinge auf dieser schönen Erde in Suttgart, besuche meine Familie und liebgewonnene Freunde, bekomme Besuch von vielen lieben Freunden. Oder ich fahre mit meiner Freundin und ihrer Familie nach Frankreich, um den St. Johanneshof mit vielen fleissigen Händen zusammen ein kleines Stücken schöner zu machen.